Home for Christmas

Wir sind wieder da, Maat und ich. Am Heiligabend sind wir mit Käpt'n Keno im nebligen Hafen von Bensersiel eingelaufen. Der Schäfer und alle unsere Kollegen standen am Kai und holten uns ab. Sie staunten nicht schlecht, als wir mit dem fliegenden Friesländer, diesem 400 Jahre alten, verwunschenen Piratenschiff fest machten. In den Wanten und an den Masten blinkte eine Lichterkette, allerdings ein wenig hysterisch für die Stille Nacht im kleinen, einsamen Hafen. Aber Keno hatte die irgendwann in Singapur aufgegabelt und hängt seitdem sehr daran.
Wir sind also zurück. Mit einer Menge zu erzählen. Mit Golddukaten. Und mit einigen Buddeln Rum. Fröhliche Weihnachten! Und einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem wir unsere Abenteuer nach und nach erzählen werden!

"Weihnachten zu Hause!!"

Hier ist noch mal Addi, der Hund.
Heute kam eine ramponierte Weihnachtskarte an. Da war ganz schön was los hier im Schafsstall, als ich vorlas: "Sind auf dem Rückweg von Feuerland! Weihnachten wieder zu Hause in Bensersiel! Inken & Maat P.S. Konnten uns im Internetcafé nicht in den Blog einloggen, daher Postkarte."
Ich habe das Passwort selbstverständlich geändert, nachdem ich's geknackt und veröffentlicht hatte! Für was für einen Schafskopf halten die mich? Na, Hauptsache, die beiden schaffen es unbeschadet zurück nach Friesland. Und dann gibt es viel zu erzählen, kann ich mir denken.
Euer Addi

Test Test

Hier ist Addi, der Hund. Jetzt hab ich endlich Inkens Blogger-Passwort geknackt. Hat 'ne Weile gedauert, bis ich auf "Strickpullo4", gekommen bin ...
Nach Maats und Kenos letzter Mail aus der Karibik hat sich dann auch Inken auf die Wollsocken gemacht. Hals über Kopf, um den beiden zu helfen.
Da muss man als Hirtenhund echt sehen, dass hier nicht je-der macht, was er will.
Vorgestern kam in Emden eine Flaschenpost an. Hat ein Kollege von mir vorbeigebracht. (Jetzt ist ja Nachsaison und die Schafe stehen endlich im Stall.) Ist von Inken, die schreibt, ihr geht es gut, sie hätte sich ein Sommerfrisur zulegen müssen, aber sie sei Kenos Kutter auf der Spur, einen Tag vor ihrer Ankunft in Haiti sei der wieder abgelegt. Sie ist guter Dinge, dass sie die beiden Abenteurer wieder zurück zu uns an die Küste holt.
Wollt ich euch nur sagen! Nicht dass ihr euch noch Sorgen macht.

###nachricht aus dem bermudadreieck###

kaeptn keno verletzt + erst daumen verstaucht beim oeffnen einer alten rumflasche von 1792 + jetzt schlimm geprelltes hinterteil in hand- und horngemenge + wurden von eingeborenen piratenziegen ueberrascht +++ sind fliegendem frieslaender auf der spur und offenbar nicht die einzigen +++ rueckzug auf kenos kutter bis hintern wieder einsatzbereit + maat

Piraten-Karten

Maat ist tatsächlich mit Käpt'n Keno auf große Fahrt gegangen. Der Kutter des Alten lag eines nebligen Nachts plötzlich im Hafen von Bensersiel. Maat hatte einen Wollsack mit Sachen gepackt. Kurz haben die beiden über einem Glas Rum Sachen besprochen und sind mit der ersten Flut ausgelaufen. Außer Maats Bloggereintrag aus der Karibik habe ich auch nichts von ihm gehört. Wir machen uns alle Sorgen - und der Schäfer (ausgerechnet der) schon gemeckert, dass wir uns nicht noch graue Wolle wachsen lassen sollen, weil wir nicht wissen, was mit Maat ist. Aber heute, heute kam der Postbote mit einer Karte aus der Dominikanischen Republik auf den Deich. Keno und Maat geht es gut. Sie sind dem Fliegenden Friesländer auf der Spur, einem Piratenschiff das unter dem Seeräuberschafskapitän Thaddäus "Bockaneer" Janssen Jagd auf spanische Galeonen machte. Jetzt nehmen Maat und Käpt'n Keno Kurs auf das Bermuda-Dreieck, um mehr über die Abenteuer des Fliegenden Friesländers heraus zu finden. Das ist alles, was wir von der Postkarte wissen. Addi, der Hund, meint immer, es wird schon schief gehen. Aber ich glaube, ich habe heute schon die erste graue Strähne entdeckt. An Addi.
Drückt die Daumen für Maat und Keno. Inken vom Deich von Bensersiel.
###nachricht aus der karibik##

maat hier. bin mit kaept#n keno in der karibik. sind schon fast drei wochen auf see, auf der suche nach dem fliegender frieslaender, einer piratengaleone. warm hier. internetcafes nur manchmal, mit muenzeinwurf, weiß ncht wie lange mein gel

Warten auf Keno

Maat ist immer noch voll von der Rolle wegen seiner Piraten-Vorfahren. Seine Mutter wusste auch nicht viel mehr. Sie hat lange überlegt meinte, er sollte mal mit dem alten Käpt'n Keno sprechen. Käpt'n Keno ist alt. Sehr alt. So alt, dass nicht mal Addi mehr genau nachrechnen kann wie alt. Und er kennt alle sieben Weltmeere und tausend und zwei Geschichten von Klabautermännern. Er fährt immer noch zur See und kreuzt vor der friesischen Küste.
Jetzt sitzt Maat jeden Abend am Strand und wartet darauf, dass der alte Seebär mit seinem alten Kutter in Bensersiel festmacht, damit er ihn nach seinen Vorfahren, den friesischen Freibeuterschafen, befragen kann. Na. Bis dahin liebe Grüße.
Eure Inken.

Friesische Freibeuter





Addi, der Hund, hat's ausgegraben. Er hat mal wieder im Strandsand gescharrt und gebuddelt - und als Wolle ihn schon aufgezogen hat, Addi sei wohl vergesslich geworden und wisse nicht mehr, wo er seine Knochenbestände vergraben hat, hat der alte Hund doch tatsächlich eine Schatulle gefunden. Aus altem Holz, mit Metallbeschlägen, und zwei-drei Muscheln wohnten auch daran.
Der Schäfer hat sie aufgekriegt - und dann waren wir alle ganz schön baff. Da war vergilbtes Pergament drin, ein Krummdolch und ein goldener Ohrring. Und als wir die Zeichnungen auf dem alten Pergament anschauten, fiel mir mein alter Urgroßvater ein. Der war eigentlich ein schwarzes Deichschaf wie ich. Aber er war, als ich ihn kennen lernte, schon schlohweiß, so alt war der. Und Urgroßvater erzählte mir, wenn er nicht gerade mal in einer Wolldecke im Schuppen schlief, von unseren Vorfahren. Schafen, die zur See gefahren sind, auf Segelschiffen, die auf den Weltmeeren kreuzten. Ich fand das immer schwer zu glauben.

Und gestern abend starrten wir Schafe stumm auf die alten Pergamente, die der Schäfer mit seiner Laterne beleuchtete. Wir alle sahen die Zeichnungen aus einer alten, talentierten Seemannshand. Keiner blökte ein Wort. Also stimmten die Geschichten: Unsere Vorfahren waren friesische Freibeuterschafe. Sie kaperten spanische Galeonen voller Gold und Edelsteine. Ich sage das Wollpulliseminar am Wochenende ab. Am Sonntag ist Muttertag. Ich muss mit Mutter über Urgroßvater sprechen ...

Maat.

Mäh-er

Boh, ist das Wetter gut. Uns wird schon ganz warm unterm Fell (na, jetzt kommt endlich bald die neue Frisur - ich bin schon ganz aufgeregt!), denn wir haben so viel zu tun. Das Gras wächst und wächst und wir müssen mähen, mähen, mähen. Weil ja jetzt auch so viele Touristen kommen, mit ihren Kameras ... da muss der Deich propper aussehen. Sonst sind bei You-Tube nachher unverantwortliche Filmchen drin, meinte Addi, der Hund. Und schon folgt dann schlechte Presse wie "Die lange Schande - Bensersieler Deich meterhoch bewachsen", "Die grüne Hölle - wieder 2 Touristen in dschungelartigem Deichgras vermisst" oder "Kiefersperre? Was ist mit unseren Deichschafen los?" Nein, nein, das geht natürlich nicht. Also mähen wir grad von früh bis spät. Aber dabei wollen wir das Bloggen natürlich nicht vergessen. Oh. Jetzt habe ich die Tastatur ganz grün gemacht. Aber das kann ja der Addi vielleicht mal sauberschlecken. Ich muss mal wieder, die brauchen mich da hinten bei einem riesigen Löwenzahn. Tschüßi, Eure Inken.

Ganz runter

Lieber Norweger Skifahrer,
mach das doch auch mal bei uns auf dem Deich!




P.S. Bitte bring deinen Rentierpulli mit, den würden wir auch gern mal begutachten.

Der neue Strand

Die machen doch tatsächlich den Bensersieler Strand neu. Lastwagenladungen kippen die auf, ein dolles Schauspiel. Zu Ostern wollen die auf dem Strand doch die große Eiersuche veranstalten, hat der Heini von der Kurveraltung neulich getönt. Ich bin gespannt, ob die die Eier jetzt schon da unter dem ganzen Sand einbuddeln ...
Vielleicht machen die ja auch mal unserern Deich neu? Oder pflanzen mal zwei-drei unterschiedlich leckere Grassorten an. Das müsste der Heini von der Kurverwaltung mal anleiern!

1, 2 ...

Maat kann kaum die Augen offen halten. Und auch Locke torkelt den ganzen Tag schon schläfrig über den Deich. Weil sie sich gestritten haben, wer in Mathe besser ist. Und jetzt will's der eine dem anderen beweisen. Seit gestern morgen versuchen sie, die Herde zu zählen.
Und pennen dabei - natürlich - regelmäßig ein. Bevor sie ein Ergebnis haben.
Mmmmänner.

Kollege

Seit wir unseren Blog hier haben, werden wir von Kollegen aus unserer Herde ja ständig nach Internet-Tipps gefrag. Neulich Abend an der Futtertränke zum Feierabendwasser kam die Frage auf, ob wir eigentlich auch mal online spielen. Poker zum Beispiel, wo man die Wollhosen mal runterlassen muss. Also, wir können besser blöken als bluffen. Aber unser Kollege Shaun aus England hat hier eine sehr unterhaltsame Seite, auf der auch wir gern mal zocken:

Spiel mit Shaun und Schafen

Englisch blöken können hilft. Viel Spaß.

Esst Osterfisch!


Eine wichtige Anmerkung wegen eventueller Oster-Planungen:
Also, wir haben ja unseren eigenen Feinschmeckerverein SATTES GRÜN, aber sagen Sie mal: Oster-LAMM, das muss doch nicht sein.
Kochen Sie doch lieber mal was Leckeres mit Fisch + Tee! Das sind friesische Grundzutaten, die sie prima verfeinern können, ja, sogar miteinander! Rezeptideen gibt's hier sogar zum Download, Sie werden sehen, da braucht kein Mensch (!) mehr ein Osterlamm auf dem Tisch:

http://www.fischinfo.de


Inken, Maat und SATTES GRÜN unterstützen die aktuellen Rezepttipps des FIZ (des Fisch-Informationszentrums)

Von Fachlamm zu Fachlamm


Wir kommen grad von einem Wochenendseminar, war 'ne Fachtagung für Wollproduzenten. Veranstaltungsort war eine Baumschule in Leer, denn die Referenten waren Baumwollbüsche. Dementsprechend holzig und langweilig war es auch.
Maat meinte, er könnte sich höchstens vorstellen, die lateinamerikanische Produzentin mit den großen Knospen zu vernaschen; aber es würde ihm doch sehr schwer fallen, das Pflänzchen fachlich ernst zu nehmen. Naja, ganz schön chauvi - aber wenigstens hatten wir kurz mal was zu lachen bei der drögen Veranstaltung ;o)

Liebe Grüße, Inken

P.S. Sichert unsere Jobs: Tragt Strickunterhemden statt Cotton T-Shirts!

Styling

Moinsen. Inken macht mich heute noch ganz wuschig. Also, wuschiger als normal schon. Wegen der neuen Saison. So ab April/Mai geht's nämlich mit dem Scheren los und sie überlegt sich den ganzen Tag, was für ein Schnitt für sie der schickste wäre.
Und Addi, der dumme Hund, schickt ihr auch noch einen Link dazu:

http://onleben.t-online.de/c/94/80/97/9480974.html


Was es dann geworden ist, könnt Ihr dann ja auf dem Deich nicht übersehen.
Mich auch nicht. Ich trage ab Sommer sicher einfach wieder den "Kleinen Schwarzen".
Euer Maat

Paradiesisch

Nachdem uns der Valentinsstrauss ja so gut geschmeckt hatte, haben Inken, Wolle, Locke und ich einen Club gegründet. Den Feinschmeckerverein Sattes Grün von 2007 e.V.
Locke hat eine tolle Eröffnungspraesentation gehalten und ein super Programm für dieses Jahr angeregt: Wir machen Ausflüge zu den GARTEN-EDEN-Veranstaltungen in Ostfriesland! Das wird lecker, das Paradies auf Erden. Lest euch nur mal diese Speisekarte durch: http://www.otg.icserver6.de/index.php?id=725

Alles auf www.ostfriesland.de

Jetzt muss der Schäfer nur noch unsere Urlaubsanträge unterschreiben, damit wir pünktlich zu den Gartenausstellungen kommen. Bevor da noch andere Vereine alles auffressen. Mmmmmahlzeit! Euer Maat.

Valentino

Heute Mittag kam der Schäfer mit einem Blumenstrauß auf den Deich.
Ein buntes Ding, toll! Sogar mit so einem Luftballon dran, ein roter, in Herzform.
Hat auch prima geschmeckt, naja, bis auf den Luftballon, den fand Maat ziemlich zäh.
Aber der war wohl doch gar nicht für uns. Jedenfalls war der Schäfer ziemlich sauer, nicht einmal könne man uns alleine lassen, hat er geflucht und immer irgendwas von Valentin erzählt. Wir haben's da nicht so genau verstanden und sind lieber erstmal runter an den Strand gelaufen, bis der Schäfer sich wieder abgeregt hatte. Addi, der Hund, hat dann nochmal für uns gegooglet – und jetzt wissen wir natürlich, was heute für ein Tag ist. Valentinstag. (Und der Geburtstag von Lara Croft.)
Der Blumenstrauß war für die blonde Rosine, die uns und den Schäfer manchmal besuchen kommt. Das war uns vielleicht peinlich. Wir liefen am Watt entlang, möglichst weit weg vom Schäfer, und da finden wir doch diese Flaschenpost mit einer Rose drin. Addi hat sie der dem Schäfer genau rechtzeitig rübergebracht, als die Rosine grade die Deichpforte aufmachte.
Mann, hat die sich gefreut! Als wäre es geplant gewesen.
Der Schäfer hat sich eben noch mal bei uns bedankt, für die hervorragende Lösung. Und er ließ durchblicken, dass darum morgen vielleicht noch ein Blumenstrauß für uns Schafe drin ist. Hoffentlich einer ohne Ballon, denn der Maat blökt schon die ganze Zeit, er hat Bauchschmerzen von dem Ding.

Mööööööööin!


Willkommen auf der Seite von Inken und Maat.

Wir sind wahrscheinlich die ersten beiden Schafe vom Nordseedeich, die ihren eigenen Blog eröffnen. Jedenfalls meinte das Addi, unser Kollege. Also, das ist der Hund vom Schäfer, der Addi, und der muss es wissen, denn der kommt noch viel mehr rum als wir.

Und warum schreiben wir einen Blog? Weil wir so viel erleben! Das Leben auf dem friesischen Deich ist nämlich alles andere als langweilig. Und wenn wir unsere Geschichten übers Watt blöken, hört uns selten jemand zu. Darum schreiben wir jetzt. Am liebsten für Menschen mit Wollpullis, aber die anderen dürfen auch gern mitlesen.